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Diskussion um OB-Aufsichtsratsmandat bei der Bayernwerk AG

ÖDP-Fraktion fragt: "Warum, Herr Wolbergs?"

Benedikt Suttner: "Egal ob Schaidinger oder Wolbergs, OB und Bayernwerk-Aufsichtsratsposten passen nicht zusammen!"

Regensburg. Große Empörung herrscht laut Medienberichten seit Donnerstag in der politischen Landschaft Regensburgs. Der Grund hierfür: Alt-OB Schaidinger will anscheinend seinen Aufsichtsratsposten bei der Bayernwerk AG als Privatmann weiterhin behalten, statt dem Neu-OB Joachim Wolbergs hierfür Platz zu machen. Das kann man Herrn Schaidinger ankreiden, doch für die ÖDP-Stadtratsfraktion stellt sich eine völlig andere Frage, die derzeit in der Berichterstattung leider noch gar keine Rolle spielt:

Wieso soll/muss ein Oberbürgermeister zusätzlich als jährlich mit 12 000 Euro bezahlter Kontrolleur in einem Aufsichtsrat eines großen in Regensburg angesiedelten Unternehmens sitzen?

Ein Aufsichtsrat hat die Pflicht, stets dem Unternehmenswohl zu dienen. Ein Oberbürgermeister hat die Aufgabe, dem Stadtwohl zu dienen. Dass diese beiden Interessen nicht immer dieselben sein müssen, liegt eigentlich auf der Hand.

Folglich fragen wir den jetzigen Oberbürgermeister Joachim Wolbergs: "Wollen Sie wirklich in diese Fußstapfen Ihres Vorgängers treten? Wollen Sie wirklich Ihre letzten zeitlichen Reserven neben dem ausfüllenden OB-Amt für die intensive Kontrolltätigkeit des Vorstands der Bayernwerk-AG opfern? Wollen Sie wirklich im Ernstfall zwischen Unternehmenswohl und Stadtwohl entscheiden müssen?"  

Die ÖDP-Fraktion fühlt sich durch die aktuelle Diskussion leider in Ihrer Einschätzung bestätigt. ÖDP-Fraktionsvorsitzender Benedikt Suttner: "Egal ob Schaidinger, Wolbergs oder XY - von den Bürgern gewählter OB und hoch dotierter Bayernwerk-Aufsichtsratsposten passen nicht zusammen!"  

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