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Biotonne in Regensburg

ÖDP geht mit Antrag in die Offensive!

Regensburg. Momentan gehört Regensburg noch zu den 16 Städten und Landkreisen, welche eine Biotonne nicht von kommunaler Seite her anbieten. Bürger müssen sich über private Anbieter oder Eigenkompostierung um eine umweltfreundliche Verwertung ihrer Bioabfälle kümmern. „Im Sinne der Abfallkreislaufwirtschaft ist das keine sinnvolle Sache. Dies ließe sich geschickter organisieren", so die stellvertretende ÖDP-Fraktionsvorsitzende Astrid Lamby, die Mitglied im Umweltausschuss ist. „Zudem erfordert die Terminvorgabe des § 11 Kreislaufwirtschaftsgesetz spätestens zum 01. Januar 2015 schnellstmögliches Handeln durch die politischen Entscheidungsträger. Auch Regensburg darf keine juristischen Schlupflöcher nutzen, sondern muss endlich das Gesetz zur getrennten Sammlung von Bioabfällen umsetzen“, so Astrid Lamby.

Die ÖDP-Stadtratsfraktion unternahm daher Ende Januar eine Informationsfahrt nach Straubing. Gemeinsam mit Vertretern des  Bund Naturschutz und des Bündnis für Atomausstieg (BüfA), die sich der Gruppe angeschlossen hatten, wurde das Kompostwerk Aiterhofen des ZAW Straubing-Bogen besichtigt.

„Hier zeigt sich, dass ein Mix aus Vergärung, Energiegewinnung und Kompostierung über lange Jahre ein stabiler Baustein der Abfallkreislaufwirtschaft ist", stellt der ÖDP-Fraktionsvorsitzende Benedikt Suttner klar. Im Kompostwerk wird Biogas hergestellt und im eigenen Blockheizkraftwerk in elektrische Energie umgewandelt. Außerdem entstehen Erde und Holzhäcksel, die in der Region von Bauern und in Holzheizkraftwerken genutzt werden können. Die Restmüllmenge, die verbrannt werden muss, reduziert sich hierbei in erheblichem Umfang.

„Vernünftige Argumente gegen die Biotonne lassen sich bei eingehender Betrachtung nicht mehr finden, zumal inzwischen der überwältigende Großteil aller bayerischen Kommunen mit ihr arbeitet", so das Fazit, welches die ÖDP-Fraktion nach der Besichtigung zieht.

Weit über 70 Kommunen, darunter Städte wie Augsburg, Bamberg, Bayreuth, Erlangen, Freising, Fürth, Hof, Ingolstadt, Landshut, München, Nürnberg, Passau, Schweinfurt, Straubing und Würzburg haben die Biotonne bereits seit Jahren eingeführt.

Deshalb stellte die ÖDP-Fraktion jetzt einen entsprechenden Antrag im Stadtrat. Darin wird die Verwaltung aufgefordert, ein für Regensburg passendes System zur Einführung der Biotonne zu erarbeiten. Die Möglichkeit, die Altstadt vorerst auszuklammern, wird dabei ausdrücklich erwähnt.

„Regensburg muss nachziehen, statt weiterhin als trüber Fleck auf der Landkarte der ökologischen Abfallentsorgung zu erscheinen“, so Benedikt Suttners Appell.

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