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Feuerwerksverbot in der Altstadt: Vernunft scheitert, Corona bringt's

Beitrag von Joachim Graf

Die Ankündigung eines Feuerwerks- und Böllerverbot in der Regensburger Altstadt durch den Rechtsreferenten Dr. Boeckh war nach bundesweiten Ankündigungen keine wirkliche Überraschung mehr. Überraschend war aber die Begründung: Ausgerechnet der Schutz von Kirchen, Alters- und Kinderheimen zählt nun. Im letzten Jahr wurde dieses Argument nicht anerkannt, als wir ein Böllerverbot gefordert hatten. Wie Dr. Boeckh ausführte, ist die Stadtverwaltung erst nach Gesprächen mit der Polizei auf diesen Sicherheitsaspekt gestoßen. Zwar gelte der Sicherheitsabstand nicht im gesamten Gebiet der Altstadt, aber de bestehe die Gefahr, dass sich auf den wenigen übrigen Arealen gefährliche Zusammenballungen ergäben. Warum das Argument der Polizei nicht schon letztes Jahr ins Gewicht fiel, blieb ungeklärt. Für die ÖDP ist diese Maßnahme jedenfalls überfällig. Damit sind nicht nur Gefahren für Mensch und Tier reduziert. Auch der Ausstoß von Feinstaub und Abgasen in dieser Nacht fällt weg, der bisher 14 Prozent der gesamten Jahresbilanz betrug. Für fragwürdig hält die ÖDP die Äußerung des Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, der kritisiert hatte: "Die Leute haben doch Frust ohne Ende. Alles wird verboten!"

Nach unserer Auffassung sind Krach, Feinstaub und der dazugehörige Rausch keine geeigneten Mittel gegen den Frust.