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Preis für „Naturnahe insektenfreundliche Gärten“ und einen „Tag des Offenen Gartens“

Astrid Lamby: „Regensburg steht in der Pflicht, Maßnahmen zum Insekten- und Vogelschutz zu ergreifen.“

Regensburg. In unserer wachsenden Stadt werden die Flächen knapp. Wohnraum und Gewerbeflächen werden oft durch Nachverdichtung geschaffen. Aus modischen und praktischen Gründen werden außerdem in immer mehr Gärten Pflanzen durch Steine ersetzt, die Pflege derartiger Außenbereiche ist für die Gartenbesitzer mit deutlich weniger Arbeit verbunden. Höchste Zeit, dieser Entwicklung etwas entgegen zu setzen, meint die ÖDP-Fraktion im Regensburger Stadtrat. Denn die – pflegeintensiveren -  naturnahen Gärten leisten im Gegensatz dazu einen wichtigen ökologischen Beitrag in der Stadt.

Astrid Lamby, ÖDP-Vertreterin im Umweltausschuss, erläutert: „Naturnahe Gärten bereichern Flora und Fauna und verbessern das Stadtklima. Sie sorgen für Artenvielfalt und Strukturreichtum, z.B. durch die Nutzung von Regenwasser oder den Verzicht auf Pestizide. Es ist eine wissenschaftlich erwiesene Tatsache, dass das Insektensterben erschreckend schnell voranschreitet. Der enorme Flächenverbrauch durch Bautätigkeiten ist eine entscheidende Ursache. Regensburg steht in der Pflicht, zusätzliche Maßnahmen zum Arten- und Vogelschutz zu ergreifen. Dies ist – zumindest im Umweltausschuss – auch Konsens unter den Fraktionen“

Mittels eines Antrags möchte die ÖDP-Fraktion deshalb im Stadtrat erreichen, dass die Stadt einen Preis für „naturnahe insektenfreundliche Gärten“ auslobt und zudem einen „Tag des offenen Gartens“ schafft. Im jährlichen Turnus könnte ein solcher Tag dann beispielsweise jeweils in einem anderen Quartier stattfinden. Als Nebeneffekt könnte dies auch den Zusammenhalt und die Kommunikation im eigenen Stadtviertel stärken. Die Bürger würden so für das Thema insektenfreundliche Gärten, unversiegelte Flächen und Naturnähe im eigenen Garten sensibilisiert und könnten im Idealfall einen wichtigen Beitrag zur ökologischen und insektenfreundlichen Bewirtschaftung der städtischen Grünbereiche leisten. Der Preis hätte Vorbildcharakter, ähnlich dem von Stadt und Land schon verliehenen Klimaschutzpreis.

ÖDP-Fraktionsvorsitzender Benedikt Suttner: „Für die genaue Formulierung eines Kriterienkataloges verweisen wir auf entsprechende Erfahrungen aus Städten wie Leipzig, Rostock, Königswinter, Korbach und Gießen. In diesen Städten werden seit einigen Jahren ähnliche Preisvergaben durchgeführt. Für die Auswahl von Juroren und die Durchführung eines „Tags des offenen Gartens“ könnte die Stadt auf Naturschutz/Gartenvereine- und Verbände zugehen und so deren wertvolle Expertise heranziehen sowie Unterstützung bei der Organisation bekommen.“

 

Der Antrag stand auf der Tagesordnung der Öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Umweltfragen, Natur- und Klimaschutz am 15.11.2018 um 17 Uhr

Ergebnis: Der Antrag wurde als erledigt erklärt, da die Verwaltung schon eine entsprechende Vorlage für einen Preis im Rahmen der Vergabe des Umweltpreises erarbeitet und versuchen wird den „Tag der offenen Gartentüre“, der schon regelmäßig in den Kleingartenanlagen stattfindet, auch auf die Stadtviertel auszudehnen.

Quelle: Wikimedia Commons

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