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ÖDP-Idee stößt auf 100% Zustimmung im Stadtrat

Weniger Versiegelung durch Parkplätze – der erste Schritt ist getan!

Regensburg. Die ÖDP-Fraktion zeigt sich erfreut über die breite Zustimmung für ihren Antrag zu nachhaltiger Parkplatzgestaltung.

Einstimmig wurde in der jüngsten Sitzung des Planungsausschusses beschlossen, dass die Verwaltung Möglichkeiten prüft, „eine nachhaltige bauliche Gestaltung von Parkplatzflächen für öffentliche und private Parkplätze für alle Bauherren verbindlich vorzuschreiben.“ Im Anschluss muss dem Stadtrat ein Vorschlag gemacht werden, wie das konkret umgesetzt werden kann.

  „Natürlich geht es uns nicht primär darum, dass mehr Parkplätze entstehen. Jeder, der unsere Politik ein bisschen mitverfolgt, weiß: wir wollen so wenig Individualverkehr in der Stadt haben, wie möglich. Doch wir sind auch so realistisch, dass auch in den kommenden Jahren immer wieder Parkplätze angelegt werden müssen. Wo diese nicht überbaut werden, sollte wenigstens nicht die ganze Fläche versiegelt werden“, erklärt Fraktionsvorsitzende Astrid Lamby die Idee hinter dem Antrag.

Der ÖDP gehe es darum, dass auf den Parkplatzflächen Regenwasser versickern könne. So würde sich wieder neues Grundwasser bilden. Wenn Parkplätze mit Bäumen und Sträuchern angelegt werden, kühle sich außerdem die Umgebungstemperatur um bis zu 3°C ab. „Ein sehr willkommener Effekt in Zeiten der Klimaerwärmung. Unsere Sommer werden heißer, die Tage mit extremer Hitze häufiger. Da ist man um jedes Grad weniger dankbar“, ergänzt Fraktionsvorsitzender Benedikt Suttner, der den Antrag im Ausschuss vorstellte und sich schließlich bei den Kolleg*innen für die Zustimmung bedankte.

  „Für die konkrete Umsetzung können wir uns die Freiflächengestaltungssatzung oder auch Bebauungspläne vorstellen. Doch die Expertise hat die Verwaltung, bei ihr liegt jetzt der Ball“, so Suttner. Auf den Planungsweg gibt die ÖDP-Fraktion den beteiligten Ämtern einige Ideen zur praktischen Umsetzung: poröse, wasserdurchlässige Betonsteine, Sickerfugen, Pflaster mit Rasenfuge oder Vegetationsmulden mit Stauden und Gehölzen, die das Regenwasser vor Ort gleich nutzen. „Wenn Parkplätze so grün gestaltet werden, hat das noch weitere positive Nebeneffekte: der Lärmschutz wird erhöht, da die Pflanzen Schall ‚schlucken‘, das Landschaftsbild wird durch Bäume und Sträucher deutlich verbessert – wenn schon parken, dann wenigstens grün und nachhaltig“, meint der Fraktionsälteste, Stadtrat Joachim Graf dazu.

Der Biologe sieht hier auch noch zusätzlichen Lebensraum für Insekten und Wildtiere. „Blühflächen stärken die Artenvielfalt. In Vegetationsmulden entsteht wichtiger Lebensraum für unzählige kleine Lebewesen – ein hoher ökologischer Wert in Zeiten der Flächenversiegelung!“ Im Sinne der Nachhaltigkeit und Klimaresilienz freut sich die ÖDP-Fraktion über die Zustimmung und hofft auf eine baldige und umfassende Verwaltungsvorlage zur Umsetzung des Anliegens.

Quelle: Wikimedia Commons