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Öffnungszeiten des Kepler-Gedächtnishauses

2009

Kulturpolitik

Dr. Dünninger hat den Antrag am 26. Januar 2009 eingereicht.

Er wurde am 07. Mai 2009 vom Kulturasusschuss abgelehnt.

http://srv19.regensburg.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=4121&options=4

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

bitte legen Sie nachstehenden Antrag dem Stadtrat zur Beratung und Beschlussfassung vor.

Antrag:

Die Verwaltung wird beauftragt, die bisher im wesentlichen auf das Wochenende beschränkten Öffnungszeiten des Kepler-Gedächtnishauses angemessen zu erweitern und in vollem Umfang den Öffnungszeiten der übrigen Museen der Stadt Regensburg anzugleichen.

Begründung:

Die UNESCO hat das Jahr 2009 zum Internationalen Jahr der Astronomie ausgerufen. In Regensburg als einem für die Geschichte der Astronomie wichtigen Ort haben sich bereits die Staatliche Bibliothek und der Verein Volkssternwarte Regensburg dieses Themas angenommen. Die Staatliche Bibliothek zeigt noch bis zum 14. Februar 2009 Faksimiles mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Handschriften des 9. bis 16. Jahrhunderts, die sich mit der Astronomie beschäftigen. Diese Handschriften zeigen das seit der Antike gültige geozentrische Weltbild, das im Jahr 1609 durch Johannes Keplers Schrift „Astronomia nova“ überwunden wurde. Der um die Kontinuität der Astronomie in Regensburg hochverdiente Verein Volkssternwarte eröffnet am 27. Januar 2009 sein umfangreiches Programm zum Jahr der Astronomie.

Hinter diesen staatlichen und privaten Aktivitäten darf die Stadt Regensburg als Träger des Kepler-Gedächtnishauses nicht zurückstehen. Sie kann ihren Beitrag zum Jahr der Astronomie durch Öffnungszeiten des Kepler-Gedächtnishauses leisten, die bei den anderen städtischen Museen selbstverständlich sind. Die Beschränkung auf Öffnungszeiten lediglich an Wochenenden und an Feiertagen wird den Absichten der UNESCO mit dem Internationalen Jahr der Astronomie und auch den Verpflichtungen der Stadt als Welterbe nicht gerecht.

Die Stadt wirbt mit der Erinnerung an Johannes Kepler auf dem Umschlag ihrer jüngsten Broschüre „Kultur 2008/2009“ und ferner in dem Führer zu den Museen in Regensburg für das Kepler-Gedächtnishaus, im bis heute erhaltenen Sterbehaus von Johannes Kepler: „Seit seiner Umwandlung in ein Museum präsentiert es (das Sterbehaus) sich in originalgetreu rekonstruierter Form mit historischen Innenräumen aus der Zeit des 17. Jahrhunderts. Die Exponate – Bücher, Briefe, Dokumente, historische Instrumente, Modelle zu den ‚ Drei Keplerschen Gesetzen’ – geben einen guten Einblick in Keplers Leben und Werk.“

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Dünninger
ödp-Fraktionsvorsitzender
im Regensburger Stadtrat