Beschaffung von fairer und ökologischer Dienstkleidung

Quelle: pxhere.com

Antrag der ÖDP-Stadtratsfraktion vom 11.10.2018

BESCHLUSSVORSCHLAG

1.   Die Verwaltung berichtet, in wie weit faire und ökologische Beschaffung von Dienstkleidung in der Stadt Regensburg schon geprüft und/oder umgesetzt wurde und wird.

2.   Die Beschaffungsstellen der Ämter lassen sich von der Christlichen Initiative Romero beraten und stellen in allen Bereichen, in denen dies derzeit möglich ist, die Beschaffung auf sozialverträglich und nachhaltig produzierte Dienstkleidung um.

3.   Die Stadt Regensburg prüft das Angebot an fair gehandelten Bällen für den Schulsport und berichtet über die Ergebnisse.

4.   Bei zukünftigen Beschaffungen werden nach Möglichkeit alle Bälle für den Schulsport aus fairem Handel bezogen.

 

BEGRÜNDUNG

Regensburg ist Fairtrade- und Bio-Stadt. Im Bereich von fair und ökologisch hergestellter Dienstkleidung hat sich in den letzten Jahren viel getan. Daher lohnt es sich, die Beschaffung innerhalb der städtischen Ämter immer wieder zu prüfen und sich ggf. von entsprechenden Organisationen von außen Rat zu holen. Die Stadt Dortmund hat dies bereits getan und hierzu einen Praxisleitfaden erstellt. Dieser kann, wenn nötig,  z.B. genutzt und an die Bedürfnisse unserer Kommune angepasst werden.

Schon im Dezember 2015 hat OB Joachim Wolbergs den Regensburger Schulen Fußbälle aus fairem Handel geschenkt. Die Stadt München setzt seit 2014 im Schulsport ausschließlich Bälle (Fußbälle, Hand- und Volleybälle) aus fairem Handel ein. Die Verwaltung könnte sich mit den entsprechenden Stellen in München austauschen und von deren Erfahrungen profitieren. Nach einer (positiven) Prüfung soll die Beschaffung auch in diesem Bereich umgestellt werden.

Regensburg aktiv im Netzwerk „Biostädte“

Zukünftigen Zielen werden in 2019 Haushaltsmittel in Höhe von 10.000 € bereitgestellt

Regensburg. Die ÖDP-Fraktion im Regensburger Stadtrat konnte im Umweltausschuss Juli eine erfreuliche Feststellung machen. Schon im Juli 2016 hatte die Fraktion beantragt, als Stadt dem Netzwerk Biostädte beizutreten. Damals hatte der grüne Bürgermeister Huber aber mit dem Hinweis auf die Arbeitsbelastung in der Verwaltung der Fraktion aber keine Hoffnungen auf umfassendes Engagement von Seiten der Stadt gemacht. Der Antrag wurde dennoch einstimmig angenommen. Nun legte die Verwaltung einen Bericht über die bisherigen und zukünftigen Bemühungen zum Thema vor. Für die zukünftigen Ziele werden für 2019 Haushaltsmittel in Höhe von 10.000 € gemeldet, die Höhe soll nach Bedarf angepasst werden. Die Ziele sind recht umfassend und betreffen besonders auch den Bereich der Biolebensmittel, z.B. die Steigerung des Anteils an Biolebensmittel in Schulen und Horten. Dazu hat die ÖDP-Vertreterin im Umweltausschuss, Astrid Lamby, noch eine Idee: „Wie wäre es, wenn die städtische Kantine bei Nudeln oder Gemüse den Bioanteil erhöhen würde? Das wäre mit nur kleinen Kostensteigerungen zu bewerkstelligen, die der Kunde kaum spüren würde. In andern Bereichen, z.B. beim Fleisch sind die Preisunterschiede wesentlich größer. Da müsste man längerfristig über einen städtischen Zuschuss nachdenken, wenn der Betreiber der Kantine auch noch auf seine Kosten kommen soll.“ Bei den städtischen Dulten und Märkten wünscht sich die ÖDP-Fraktion eine noch entschiedenere Förderung von Bio-Produkten. Trotz der positiven Bepunktung bei der Bewerbung sei der Anteil immer noch recht klein. Hier könne es hilfreich sein, wenn ganze Bereiche unter diesem Gesichtspunkt ausgeschrieben würden. Bürgermeister Huber versprach in der Sitzung, beide Anregungen in die Verwaltung einzubringen. Diese Einigkeit freut die ÖDP-Politikerin Lamby besonders. „Die sachorientierte Arbeit hat hier einmal die Oberhand gehabt – und ist für alle Beteiligten zu einem guten Ergebnis gekommen. So dürfte es in der Rathauspolitik öfter laufen!“

Regensburg ist Fair-Trade-Stadt - Markenzeichen soll seinen Platz im Konzept des Stadtmarketing erhalten

Ergänzungsantrag

zu TOP 18 der Sitzung des Stadtrates am 23.10.2014

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

bitte legen Sie die nachstehenden Änderungsanträge dem Stadtratsplenum zur Behandlung und Beschlussfassung vor.

Der Unterpunkt 2 der Empfehlungen  (Marketingkonzept) wird ergänzt durch: „Dabei soll auch die Markenbezeichnung „Fair-Trade-Stadt“ mit dem Hinweis auf regionale Verflechtung und Nachhaltigkeit einbezogen werden.“

Begründung: Regensburg ist Fair-Trade-Stadt. Dieses wichtige  Markenzeichen soll seinen Platz im Konzept des Stadtmarketing erhalten. Neben der Nachhaltigkeit findet auch die regionale Verflechtung der Stadt ihren Ausdruck.

 

 

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