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ÖDP-Antrag wird umgesetzt

Verwaltung erarbeitet Preis für naturnahe, insektenfreundliche Gärten

Regensburg. Über einen Antrag der Stadtratsfraktion der ÖDP zur Einführung eines Preises für naturnahe, insektenfreundliche Gärten musste am vergangenen Donnerstag, 15.11.2018 nicht abgestimmt werden. „Es scheint doch Gedankenübertragung zu geben“, schmunzelt Stadträtin Astrid Lamby. Denn Bürgermeister Jürgen Huber hatte wohl zeitgleich mit dem ÖDP-Antrag die Verwaltung beauftragt, den bestehenden Umweltpreis um eine entsprechende Kategorie zu erweitern. „Damit ist unser Anliegen schon in der Umsetzung, was uns natürlich sehr freut“, ergänzt Fraktionsvorsitzender Benedikt Suttner. Einigkeit herrschte im Ausschuss über die Inhalte des Antrags. Denn in unserer wachsenden Stadt werden die Flächen knapp. Aus modischen und praktischen Gründen werden außerdem in immer mehr Gärten Pflanzen durch Steine ersetzt, die Pflege derartiger Außenbereiche ist für die Gartenbesitzer mit deutlich weniger Arbeit verbunden. Die – pflegeintensiveren – naturnahen Gärten leisten im Gegensatz dazu einen wichtigen ökologischen Beitrag in der Stadt. Astrid Lamby, ÖDP-Vertreterin im Umweltausschuss, erläutert: „Naturnahe Gärten bereichern Flora und Fauna und verbessern das Stadtklima. Sie sorgen für Artenvielfalt und Strukturreichtum, z.B. durch die Nutzung von Regenwasser oder den Verzicht auf Pestizide. Es ist eine wissenschaftlich erwiesene Tatsache, dass das Insektensterben erschreckend schnell voranschreitet. Der enorme Flächenverbrauch durch Bautätigkeiten ist eine entscheidende Ursache. Regensburg steht in der Pflicht, zusätzliche Maßnahmen zum Arten- und Vogelschutz zu ergreifen. Dies ist – zumindest im Umweltausschuss – auch Konsens unter den Fraktionen.“

Auch der zweite Teil des Antrags, einen „Tag des offenen Gartens“ einzuführen, soll Eingang in die Verwaltung finden. Da schon ein „Tag der offenen Gartentüre“ abwechselnd in verschiedenen Kleingartenanlagen durchgeführt wird, könnte dieser für den umliegenden Stadtteil geöffnet werden. Als Nebeneffekt könnte dies auch den Zusammenhalt und die Kommunikation im Stadtviertel stärken. Die Bürger würden so für das Thema insektenfreundliche Gärten, unversiegelte Flächen und Naturnähe im eigenen Garten sensibilisiert und könnten im Idealfall einen wichtigen Beitrag zur ökologischen und insektenfreundlichen Bewirtschaftung der städtischen Grünbereiche leisten. Astrid Lamby meint: „Wenn unsere guten Ideen aufgenommen werden, muss man das Rad ja nicht neu erfinden!“ Die Ökodemokraten sind daher schon gespannt, an wen der erste Preis für den insektenfreundlichsten naturnahen Garten im nächsten Jahr gehen wird.

Foto: Wikimedia Commons

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