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„Naturnahe insektenfreundliche Gärten“ und „Tag des Offenen Gartens“

Kommune soll mehr Maßnahmen zum Insekten- und Vogelschutz ergreifen

BESCHLUSSVORSCHLAG

Die Verwaltung erarbeitet ein Konzept

1.               für die Auslobung eines Preises für „Naturnahe insektenfreundliche Gärten“

2.               zur Schaffung eines „Tag des Offenen Gartens“

BEGRÜNDUNG

In einer wachsenden Stadt schreitet auch die Nachverdichtung von Wohnraum immer weiter voran. Auch verdrängen in immer mehr Gärten Steine Pflanzen, nicht zuletzt weil die Pflege derartiger Außenbereiche mit weniger Arbeit verbunden ist und dennoch gepflegt aussieht. Im Gegensatz dazu leisten naturnahe Gärten einen wichtigen ökologischen Beitrag in der Stadt. Ob durch Artenvielfalt, Strukturreichtum, die Nutzung von Regenwasser oder den Verzicht auf Pestizide, naturnahe Gärten bereichern Flora und Fauna und verbessern das Stadtklima. Inzwischen ist es eine wissenschaftlich erwiesene Tatsache, dass das Insektensterben in enormer Geschwindigkeit voranschreitet.

Um dieses wichtigen Anliegen eine breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen, könnten Bürger mit insektenfreundlichen, vorbildlich unversiegelten oder ökologisch gepflegten Gärten diese im Rahmen eines „Tag des Offenen Gartens“ interessierten Mitbürgern zugänglich machen. Im jährlichen Turnus könnte ein solcher Tag dann beispielsweise jeweils in einem anderen Quartier stattfinden. Als Nebeneffekt kann dies auch den Zusammenhalt und die Kommunikation im eigenen Stadtviertel stärken. Die Bürger können so für das Thema insektenfreundliche Gärten, unversiegelte Flächen und Naturnähe im eigenen Garten sensibilisiert werden und im Idealfall einen wichtigen Beitrag zur ökologischen und insektenfreundlichen Bewirtschaftung der städtischen Grünbereiche leisten. 

Auch die Kommune kann Maßnahmen ergreifen, wie die Verwaltung zuletzt in der Sitzung des Umweltausschusses am 12.07.18 auf einen Antrag der CSU zum Vogel- und Insektenschutz ausführte.

Mit einem Preis für „Naturnahe insektenfreundliche Gärten“ könnte die Stadt Gartenbeiträge von privater Seite für eine lebenswerte Stadt würdigen, ähnlich dem von Stadt und Landkreis verliehenen Klimaschutzpreis.

Für die genaue Formulierung eines Kriterienkataloges verweisen wir auf entsprechende Erfahrungen aus Städten wie Leipzig, Rostock, Königswinter, Korbach und Gießen. In diesen Städten werden seit einigen Jahren ähnliche Preisvergaben durchgeführt.

Für die Auswahl von Juroren und die Durchführung eines „Tags des offenen Gartens“ könnte die Stadt auf Naturschutz/Gartenvereine-und Verbände zugehen und so deren wertvolle Expertise heranziehen sowie Unterstützung bei der Organisation bekommen.

Ergebnis: Der Antrag wurde als erledigt erklärt, da die Verwaltung schon eine entsprechende Vorlage für einen Preis im Rahmen der Vergabe des Umweltpreises erarbeitet und versuchen wird den „Tag der offenen Gartentüre“, der schon regelmäßig in den Kleingartenanlagen stattfindet, auch auf die Stadtviertel auszudehnen.

Quelle: Wikimedia Commons

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