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Demokratie ermöglicht freies Planen

Bürgerentscheid eröffnet der Stadt neue Möglichkeiten

Regensburg. Mit Jubel einerseits und großer Zufriedenheit andererseits nahm die ÖDP-Fraktion das Abstimmungsergebnis des Bürgerentscheids zu einem Regensburger Kultur- und Kongresszentrum am Kepler-Areal auf. „Jahrelang mussten wir uns anhören, dass die Regensburger ein RKK wollen und wir von der ÖDP das endlich akzeptieren müssten. Ich bin einfach glücklich, dass unsere Mitbürger sich selbst eine Meinung gebildet haben und bereit waren, sich an einer lebendigen Demokratie zu beteiligen“, so ÖDP-Stadträtin Astrid Lamby. Die ÖDP sieht in dem Entscheid ein klares Votum gegen ein RKK – nicht nur an diesem Standort. Lamby: „Uralte Abstimmungsergebnisse für ein RKK kann man nach Jahren des Bevölkerungswachstums und einem Generationenwechsel in der Wählerschaft jedenfalls nicht mehr heranziehen!“

Zu der Frage, wie es auf dem Kepler-Areal weitergehen soll, hat die Fraktion auch eine klare Meinung. Bisher seien die Planungen sehr eingeschränkt gewesen. Es gab die klare Vorgabe der Stadt, ein RKK realisieren zu müssen. Nun könne die Stadtplanung viel freier arbeiten, da keine platzraubenden Säle untergebracht werden müssten. „Mit etwas Geschick können nun durch die frei werdenden Flächen viel mehr Grünflächen bewahrt werden, die sonst geopfert worden wären“, meint ÖDP-Fraktionsvorsitzender Benedikt Suttner. „Die Stadt sollte nun nicht überstürzt handeln, sondern mit Bedacht planen und priorisieren. Zunächst muss der ZOB untergebracht werden, dann der Bahnhofsvorplatz einladend gestaltet werden. Die Stadt kann in Ruhe verschiedene Möglichkeiten der öffentlichen Nutzung des Kepler-Areals durchspielen. Vieles ist denkbar:  Wohnraum, Verwaltungsräume, Raum für Bürgerbegegnung.“ Astrid Lamby fände es reizvoll, auch die Planungsbüros aus dem Beteiligungsprozess nochmals zu Rate zu ziehen. Es solle in keine „Denkverbote“ geben – außer in Richtung RKK. Auch eine Integration des Wirsingbaus, wie in einem Planungsentwurf vorgeschlagen, solle unter den Aspekten Nachhaltigkeit und Denkmalschutz nochmals geprüft werden. Fraktionskollege Joachim Graf ergänzt: „Wir hoffen sehr, dass die Koalition den Bürgerwillen ernst nimmt. Die trotzigen Verweise des Herrn Huber auf einen alten Koalitionsvertrag können der Stadtpolitik nur schaden. Zu Recht wird nun von uns erwartet, dass wir unsere Arbeit im Sinne der Bürger erledigen!“


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