Schulweg

Antrag der ÖDP-Stadtratsfraktion

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

bitte legen Sie folgenden Antrag dem zuständigen Ausschuss zur Beschlussfassung vor:

Die Verwaltung wird beauftragt, ein Programm zu erarbeiten, welches  zum Ziel hat, dass wieder mehr Kinder zu Fuß, mit dem Roller oder Rad zur Schule kommen.

Begründung

Bei der Neuplanung der Kreuzschule sind vor der Schule sogenannte „Kiss&Ride“-Parkplätze vor der Schule vorgesehen. Die Verkehrssituation vor allen Schulen zum Zeitpunkt des Unterrichtsbeginns /-endes macht dies erforderlich, da die PKWs der Schülereltern  zum Teil zu chaotischen Verkehrszuständen vor den Schulen führen.

Wenn wieder mehr Schüler zu Fuß, mit Roller oder Rad zur Schule kämen, würde sich die Situation nachhaltig verbessern.

Der Bund Naturschutz führt seit 5 Jahren im Oktober die Aktionswoche  „In die Schule gehe ich gern“ durch. An diese könnte mit einem umfassenden Programm angeknüpft werden. Angefangen bei gezielter Elterninformation über zusätzliche praktische Verkehrsschulung bis hin zu Preisen für Klassen, in denen möglichst viele Schüler selbständig zur Schule kommen sind viele Einzelbausteine denkbar, die sich über das gesamte Schuljahr erstrecken sollen und – inhaltlich nach Jahrgangsstufen differenziert – über die gesamte (Grundschul-)Zeit.

Für einen selbständig zurückgelegten Schulweg sprechen unzählige Gründe:

·         Bewegung und frische Luft fördern Gesundheit, sowie Konzentrationsfähigkeit.

·         Bewegung stärkt das Immunsystem und schützt vor Übergewicht.   

·         Angeleitetes, selbständiges Bewegen im Verkehr fördert die Verkehrssicherheit und ist letztlich Unfallprophylaxe (die meisten Schulwegunfälle passieren beim Ein- und Aussteigen von Kindern, die mit dem PKW gebracht werden).

·         Neue Studien belegen die massive Zunahme von Kurzsichtigkeit. Ein Grund hierfür könnte sein, dass Kinder zu viel in die Nähe und zu wenig in die Ferne schauen, weil sie zu selten im Freien sind.

·         Kinder haben immer größere Probleme, Entfernungen einzuschätzen, da sie sich zu wenig über längere Strecken bewegen.

·         Die Bestrebungen, den Umweltverbund im modal split zu stärken, würden so unterstützt.

Um das ohnehin knappe Zeitkontingent der Lehrer nicht überzustrapazieren, sollen Stundenkonzepte und Angebote so ausgearbeitet sein, dass sie ohne viel Aufwand umsetzbar sind. Dabei ist eine enge Vernetzung der Stadt mit den Umweltverbänden (z.B. Bund Naturschutz wegen der Vorerfahrungen im Rahmen der Aktionswoche), der Polizei (die im Rahmen von Verkehrserziehung und Fahrradprüfung präventiv arbeitet) und den Elternbeiräten der Schulen anzustreben. Alle Beteiligten sollen explizit bei den Eltern dafür werben, dass Kinder im Normalfall ohne Auto in die Schule kommen.

gez. Benedikt Suttner

Initiative: Astrid Lamby


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